Heinrich Seine Nachtgedanken

In „Heinrich Seine Nachtgedanken“ passte die Resi Stenz im Juli 2018 Heinrich Heines berühmtes Gedicht „Nachtgedanken“ der österreichischen Innenpolitik an.

 

Heinrich Seine Nachtgedanken

Denk ich an Bastibumstiland,
mein Schlaf damit sein Ende fand.
Ich kann nicht mehr die Augen schließen.
Und meine heißen Tränen fließen.

Die Jahre kommen und vergehn!
Und wir ham alles schon gesehn.
Dann sind die Leute hingegangen
und ham gewählt den jungen Langen.

Mein Sehnen und Verlangen wächst,
sind die Wähler denn behext?
Die G’schichte ist’s, die gleiche alte,
Gott ihnen den Verstand erhalte!

Erinnerung, die ihnen blieb,
ist lückenhaft als wie ein Sieb.
Wie ham wir bei der Wahl gezittert!
Dann hat’s Ergebnis uns erschüttert.

Dennoch versteh‘ ich, es macht Sinn.
Zwölf lange Jahre flossen hin,
Zwölf lange Jahre sind verflossen,
Das Hickhack hat die Leut‘ verdrossen.

Öst’reich hat lange schon Bestand,
lang vor dem Bastibumstiland.
Basti und Bumsti wer’n verschwinden,
und wir wer’n Öst’reich wiederfinden.

Nach Öst’reich lechzt ich nicht so sehr,
wenn der Profit das Staatsziel wär‘.
Das würde nämlich viel verderben.
Diesen Plan lasst’s besser sterben!

Gottlob! Durch meine Fenster bricht
wien’risch heit’res Tageslicht.
Es kommt mein Weib, schön wie der Morgen
– Fort sind die Bastibumsti-Sorgen.

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