Hofer ad Rubiconem

Unter den Nachrichten des 9. Dezember 2018 fand sich eine Notiz, die darüber informierte, dass Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) sich entschlossen habe, abermals für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten zu kandidieren. Zur Gestaltung einer entsprechenden Erklärung hatte er sich einer Metapher bedient, die auf einem wichtigen Schritt Cäsars auf dem Weg zur Alleinherrschaft beruht: Hofer hatte davon gesprochen, dass der Rubikon nun überschritten sei.

Wir wollen in seine Formulierungen nichts hineinlesen (von wegen Entscheidungskampf mit dem verbliebenen Triumvirn Kickl, während sich der Dritte im Bunde als Sportminister und Grinsekater an der Seite Kurzens schon selber ins Out begeben hat).

Wir nehmen vielmehr an, dass ihn einerseits die Dramatik seiner eigenen Entscheidung mitgerissen hat, er andererseits aber zeigen wollte, dass an den österreichischen HTLs auch ein wenig Allgemeinbildung vermittelt wird.

Resi Stenz fand in einem Gedicht, das der Hoferschen Entscheidung gewidmet ist, ihre eigenen Worte.

 

 

Hofer ad Rubiconem

Tolletur omnis dubitatio,
exceditur der Rubikon!
Ein Ende hat jetzt die Cunctatio,
drauf warten wir seit Menses schon.

Die Alea ist endlich iacta!
dass Praeses er will werden, sagt er.
S’ist ein historischer Entschluss,
zu geh’n über den Pinka-Fluss!

Endlich an etwas and’res denken
als „Wird er oder wird er nicht?“
Meine Gedanken kann ich lenken
auf ein Hoferpreisgedicht!

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