A Kaaseckerl und a Schimmelpülzerl

 

Resi Stenz hat dieses Mal auf ein Heurigenlied zurückgegriffen: A Schneeflockerl und a Ruassflankerl (Melodie: Hans Lang; Text: Erich Meder). Das Lied ist hauptsächlich in der Interpretation durch Heinz Conrads bekannt geworden. Resi hat die darin enthaltene hausbackene Lebensweisheit der österreichischen Innenpolitik angepasst.  Ihr Text zu dieser Melodie wird wieder von Tuco gesungen. Der Originaltext ist zum Vergleich zwischen den Zeilen eingefügt.
(Paco)

A Kaaseckerl und a Schimmelpülzerl

Da klane Basti is zwaradreiß‘g Joahr
Da klane Karli is a drei, vier Joahr
und hot auf jeder Seit‘n auch ein Ohr,
und hot so schene blonde Schneckerlhoar.
des buagt er Wirtschoftstreibenden so gern,
Nur macht er recht a große Wirtschoft z‘ (H)aus,
owa de Hackler kaunn er net guat hean.
der Karli räumt so gern den Ofen aus.
Und seine Freind‘ san a poar öt’re Buam,
Die Mutter schimpft da Klane folgt net gern,
a schlechter Umgaung san’s und rechte Rua(b)m.
die Mutter sogt: „Jetzt wirst a Gschichterl hean!
A G’schichterl kummt mir do in‘ Sinn,
Und ob du’s glaubst jetzt oder net,
wo i a söwa dabeig’wesen bin:
I söwa hob erlebt, wos i jetzt red!“

 

A Kaaseckerl und a Schimme(l)pü(l)zerl,
A Ruassflanker und a Schneeflockerl,
de haum mitanaunder g’wett:
die spü(l)n Fangerln um die Wett‘
Sogt’s Kaaseckerl zu dem Schimme(l)pü(l)zerl:
Sogt’s Schneeflockerl zu dem Ruassflankerl:
„Mi kriagst in der Verpockung net!“
„Mi dawisch’t du niemois net!“
Owa s‘Schimme(l)pü(l)zerl hot des Kaaseckerl doch derrennt
Owa des Ruassflankerl hot des Schneeflockerl doch erwischt
und des hot si derwäu(l) scho aun seinen Blaustich g’wehnt.
und es haum si daunn Schwoarz und Weiß mitarnaundar g’mischt.
Waunn da Kaas erst türkis-blau au(n)lauft, is ihm nimmermehr zum trau’n,
Und des Schneeflockerl und des Ruassflankerl san jetz‘ Schwoarz so wia die Nocht.
Wäu(l), is da Schimme(l) amoi im Küh(l)schraunk, kaunnst boid drauf ollas wegahau’n!
Jo, wer si(ch) mit’n Ruass wos au(n)faungt, der hot sich immer dreckig g’mocht!

Da klane Basti is a junger Maunn,
Der klane Karlli wird a junger Maunn,
ois Bundeskanzler red’n ihn olle aun.
Es red’n ihn „Charly“ seine Freinderln aun.
Dass er was Gscheits vielleicht no lerna tät,
A Schpüler, Wetter, Trinker is er wuan,
wär möglich, oba i glaub’s eher net.
die Mutter hot’n aus die Aug’n verluan.
Während er schwingt die Sozialobrissbirn‘,
Der Charly glaubt, er reißt si(ch) no(ch) heraus,
kennan si – wie sie wojn – die Blau’n auffian.
doch is er vü(l) zu schwoch, es wird nix draus.
Do sicht ma, wos aus einem wird,
Do sicht ma(n), wo aus einem wird,
wemma vergisst die Lehre aus dem Liad:
wemma vergisst die Muatter und ihr Liad:

A Kaaseckerl und a Schimme(l)pü(l)zerl,
de haum mitanaunder g’wett:
Sogt’s Kaaseckerl zu dem Schimme(l)pü(l)zerl:
„Mi kriagst in der Verpockung net!“
Owa s‘Schimme(l)pü(l)zerl hot des Kaaseckerl doch derrennt
und des hot si derwäu(l) scho aun seinen Blaustich g’wehnt.
Waunn da Kaas erst türkis-blau au(n)lauft, is ihm nimmermehr zum trau’n,
Wäu(l), is da Schimme(l) amoi im Küh(l)schraunk, kaunnst boid drauf ollas wegahau’n!

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