Gnädige Frau, wo war’n Sie gestern

Philippahunzi

Die Granden der FPÖ haben sich kürzlich entschieden, den Namen Strache im politischen Spiel zu halten und deshalb Philippa Strache zur Verweserin des Strache’schen Erb- und Leibmandats im Nationalrat erkoren. Sie wird ihre Expertise auf dem Gebiet des Tierschutzes in die gesetzgebende Körperschaft einbringen und damit auf jenem Felde tätig sein, auf dem sich der niederösterreichische Landesrat Waldhäusl mit harscher Kritik an “Hunden mit Migrationshintergrund” bereits einen Namen gemacht hat. Die Latte, an der man die Leistungen Philippa Straches messen wird, liegt damit ziemlich hoch.

Knapp 45.000 Vorzugsstimmen, die anlässlich der Europawahl zugunsten des Ibizers abgegeben wurden, und unerwartet geringe Verluste bei der gleichen Wahl ermutigen die blauen Entscheidungsträger offenbar auch, mehr oder weniger laut über eine Rückkehr Straches in die Führungsriege der FP zu räsonieren.

Resi Stenz hat sich in diesem Zusammenhang eines Liedes aus den Dreißigern erinnert und einen neuen Text dazu geschrieben “Gnädige Frau, wo war’n Sie gestern”. Tuco hat wieder für den Ton gesorgt und durch seinen Sprechgesang den Umstand etwas verschleiert, dass er so wie wir anderen auch (Resi und Paco) nicht singen kann.

Resi war etwas überrascht, dass wir anderen den alten sexistischen Hadern nicht kannten, und hat uns gebeten, hier Links anzubieten, die zu Interpretationen des Originals durch Willi Forst und Peter Alexander führen. Den Originaltext kann man hier abrufen.

(Paco)

Gnädige Frau, wo war’n Sie gestern?

Wer kommt denn da, wer kommt denn da,
wer ist die blonde Dame?
Die kenn’ ich doch, die kenn’ ich doch,
wie war’ doch gleich der Name?
Ach, jetzt fällt’s mir wieder ein,
das muss Philippa sein
und ausnahmsweis‘ allein.
Ich weiß etwas, ich weiß etwas,
na, Freunde, wollt ihr raten?
Es geht nicht um Klatschspaltenschas,
sie tritt aus seinem Schatten(!),
wird Mandatsverweserin
im Nationalrat drin (für den ist‘s ein Gewinn!)

Gnädige Frau, wo warn’S noch gestern?
Im Bierzelt, wo die Blauen lästern,
man sah Sie neben HC stehen,
doch was tun Sie nun?
Gnädige Frau, na das sind Sachen,
verzeih’n Sie, aber ich muss lachen!
In’s Parlament müssen’S bald gehen?
Ich frag mich, was wer’n Sie dort tun?
Wie schon der waldviertler Moses
vollbringen’S sicher Großes
zum Schutz der autochthonen Hundis
solang der HC waidwund is.

Gnädige Frau, s’wird nicht lang dauern,
der tut schon auf sei‘ Rückkehr lauern,
steckt alles weg, wie wenn nichts g’schehn wär‘ –
Das ist also Korporierten-Ehr‘!

2 Antworten auf “Gnädige Frau, wo war’n Sie gestern”

  1. Habe ich das richtig verstanden? In Österreich gibt es noch Erb-Mandate?
    Wie verträgt sich das mit moderner Demokratie? Ich bin ziemlich sprachlos.

    Aber nicht sprachlos genug, Dir zu sagen, dass ich die Umsetzung und Vertonung sensationell finde!

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