Herbstgedicht

Wiener Wiesn

Resi Stenz hat versucht, die Stimmung, die der Herbst 2019 in ihr hervorruft, in einer kleinen Gereimtheit festzuhalten.
Tuco hat Resis Gedicht gelesen und seine Darbietung mit der „Ehrlichkeitshymne“ unterlegt.
(Paco)

Herbstgedicht

Nicht mehr als die Erinnerung
ist über vom Volksstimmefest.
Das Jahr wird alt, der Wein ist jung,
noch Saft und grade erst gepresst.

Drum wird hauptsächlich Bier geboten
lederbehosten Wiesioten
und vielen Dirnd’ln unter diesen,
die drängen auf die Praterwies‘n.

Acht Euro achtzig für die Maß –
halbert geschenkt, mein Freund, ist das
(und „Maß“ heißt das Einliterglas
bei unser‘n Nachbar’n, bei den Baiern –
die trinken mehr, bevor sie reiern).
„Lauser“ spiel’n und „Zillertaler“
und noch and’re Zeltbeschaller.

Die komplizierte weite Welt
vereinfacht sich im Wies’nzelt,
und eines Sinnes sind die Leute
mit „Krone“ und mit U-Bahn-„Heute“.

Nicht nur in der Kleidung Eintracht,
auch in Bezug auf die Musik
und darin, wo man‘s Kreuzerl hinmacht,
wenn’s geht um Wahl’n und Politik.

2 Antworten auf “Herbstgedicht”

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