Für eine Handvoll Euro

Seltsame Zeiten.

An die Stelle des Vermummungsverbots, das gestern noch galt, ist ein Vermummungsgebot getreten. Versammlungen und Oster-Corona-Partys von mehr als fünf Personen sind verboten, hauptsächlich deshalb, weil auch Versammlungen und Partys von mehr als einer Person verboten sind, die aber natürlich im gleichen Haushalt leben muss. Eh alles ganz klar, man muss einfach nur ein bisserl logisch mitdenken. Der Mangel an Bewegung und Sauerstoff, unter dem jetzt viele Menschen leiden, hat aber doch angesichts des österlichen Urbi-et-Ruri-Erlasses vorübergehend zu Verwirrung und Unsicherheit bezüglich des gerade gültigen Rechts geführt.

Mit der Rechtsunsicherheit kommt gewöhnlich die Stunde der Glücksritter und kühner Entrepreneure, die mit der Aussicht auf hohen Gewinn viel zu wagen bereit sind. Auch Tuco wollte Resi Stenz und mir zeigen, was alles in ihm steckt und hat das neue Vermummungsgebot mit einem Bankbesuch verbunden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 400 Euro in weniger als einer Minute, das entspräche einem Stundenlohn von gut 24.000 Euro, allerdings …

[Paco]

5 Antworten auf “Für eine Handvoll Euro”

    1. Für einen größeren Coup bräuchte es keine Vermummung, denke ich. Nur ein paar Wählerstimmen und eine Sporttasche. Oder gleich eine passende Regierung, die passende Gesetze duchdrückt, damit der Coup gar nicht erst illegal zu sein braucht.

  1. Da kann ich nur mit EAV sagen:

    Der Kühlschrank ist leer, das Sparschwein auch
    ich habe seit Wochen kein Schnitzel mehr im Bauch
    Der letzte Scheck ist Weg ich bin nicht liquid
    auf der Bank krieg ich sowieso keinen Kredit
    Gestern enterbt mich auch noch meine Mutter
    und vor der Tür steht der Exekutor
    Mit einem Wort die Lage ist fatal
    da hilft nur eins: ein Banküberfall

    BA BA BA BA Banküberfall – das Böse ist immer und überall
    BA BA BA BA Banküberfall – das Böse ist immer und überall

    Auf meinem Kopf einen Strumpf vom Wal Mart
    Steh ich vor der Bank und sage Überfall
    Mit dem Finger im Mantel statt einer Buffen
    Ich kann kein Blut sehn darum muss ich bluffen
    Ich schrei Hände hoch das ist ein Überfall
    Und seit ihr nicht willig dann gibts ein Krawall
    Eine Oma dreht sich um und sagt junger Mann
    stellen sie sich gefälligst hinten an

    BA BA BA BA Banküberfall – das Böse ist immer und überall
    BA BA BA BA Banküberfall – das Böse ist immer und überall

    Nach einer halben Stund bin ich endlich an der Reih
    Mein Finger ist schon steif von der blöden Warterei
    Ich sag jetzt oder nie her mit der Marie
    Der Kassierer schaut mich an und fragt was haben sie
    Ich sag einen Hunger und einen Durst und keinen Plärer
    Ich bin der böse Kassenentleerer
    Der Kassierer sagt nein was fällt ihnen ein
    Na gut sag ich – dann zahl ich halt was ein

    BA BA BA BA Banküberfall – das Böse ist immer und überall
    BA BA BA BA Banküberfall – das Böse ist immer und überall

    BA BA BA BA Banküberfall – the evil is allways and everywhere
    BA BA BA BA Banküberfall – das Böse ist immer und überall

  2. Hehe, ja das passt gut. Ich zitiere gelegentlich auch daraus, z.B. wenn ich in meinem Fitnessclub an die Rezeption herantrete und in freundlichem aber bestimmtem Ton die Herausgabe der Handkasse verlange, die mir – nach einer halben Schrecksekunde – natürlich verweigert wird: „Dann zahl ich halt was ein“ auf mein laufendes Konto.

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