Der Ring des Lieben Jungen

13. Mai 2020.
Kanzler Kurz nimmt ein Bad in einer Menge Kleiner Walsertaler. Wie es dazu gekommen ist, lässt sich hier in einem Artikel des Standard nachlesen.

Unserem Freund  Fredl Steinschauer verdanken wir (Team Resi) und unser geschätzter Kanzler eine Idee, die letzterem in Zukunft den nötigen Abstand zu Gläubigen verschaffen könnte, die in ihrer Extase darauf vergessen haben, die Distanz zu ihm zu wahren.

Der Ring des Liebenjungen

Mit dem Bild, das anschaulich die Vorzüge seiner Erfindung zeigt, hat Fredl uns folgende Botschaft übersandt:

Anlässlich des Kleinwalsertal-Hochamts unseres Bundeskanzlers habe ich jetzt eine Konstruktion, die ich schon lange im  Kopf hatte, bildlich umgesetzt:
einen „Der-Abstand-ist-zu-Kurz-Halter“.
Sollten die Endorphine nochmals für eine (nicht) gewünschte Distanzlosigkeit sorgen, kann dieser politisch korrekte rot-schwarz-grüne Reifen helfen, den Messias und seine Gefolgschaft auf gesetzlich vorgeschriebenen Boden zurückzubringen.

Fredls Einfall hat Resi Stenz zu einer kleinen Gereimtheit inspiriert. Tuco hat diese für uns gelesen:

Der Ring des Lieben Jungen

Ist’s Hunderl schuldig, wenn es wedelt?
Die Lieb‘ zum Herrn es doch veredelt!
Wenn eines springt ihm hoch am Bein,
woll’n zehn an seiner Stelle sein!

Streng isoliert und abgeriegelt,
lang nicht gekrault und nicht gestriegelt
bedrängen kleine Walsertaler
ihr‘n lieben Herrn, wenn kommt einmal er.

Doch ihn gilt es dabei zu schützen,
wenn bloße Worte nicht mehr nützen.
Im Reich Ostaras [1] viele bangen,
dass ér sich könnt‘ dabei was fangen.

Es ist der „Ring des Lieben Jungen“
(der schon in Opern ward besungen),
der mit seiner Zauberkraft
dem Erlöser Abstand schafft.

[1] Die Verwendung des Namens „Ostara“ täuscht hier ein Missverständnis vor, denn „Ostara“ ist der Name einer germanischen Frühlingsgöttin, der mit Österreich nur in zweierlei Hinsicht etwas zu tun hat:
Einerseits hat der Österreicher Adolf Lanz (alias „Jörg Lanz von Liebenfels“) – „Der Mann, der Hitler die Ideen gab“ – diese Ideen in einer Zeitschrift veröffentlicht, die er „Ostara“ nannte.
Anderseits gedeihen im Schatten der  Corona-Krise anscheinend wieder Vorstellungen von Frühlingserwachen und Erlösung, die ein Erwählter unserem Lande beschert.

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