Terror in Wien: Nehammers Hoppala oder „Es ist etwas schiefgegangen“.

Eine der Toten haben wir gekannt: Die nette Kellnerin, die sich im „Salzamt“ ihr Kunststudium verdient hat. Wenn der türkise Türsteher seinem Job gewachsen wäre, könnte sie und könnten die anderen drei Opfer noch leben.
Für diejenigen, die’s noch nicht irgendwo gelesen haben: Der Hinweis slowakischer Behörden, dass der einschlägig vorbestrafte Attentäter vom Montag (im Sommer schon!) Munition kaufen wollte, ist im Zuständigkeitsbereich Nehammers von irgendeinem Schreibtisch unbemerkt und direkt in die Ablage 17 runtergefallen.
Das Oberburscherl, das wir uns bei der letzten Nationalratswahl eingetreten haben, meint anmerken zu müssen, dass der Attentäter sein Vorhaben nicht durchführen hätte können, wäre er nicht vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen worden. Überleg einmal, Buberl, der wär‘ im Sommer sowieso und ganz regulär freigekommen! Der Zadic könnt ihr das nicht umhängen, dafür müsst IHR gradestehen (wenn auch an dem Argument, dass der blaue Mounty, den uns die Regierung Kurz I zugemutet hat, in seiner Amtszeit allerhand Schaden angerichtet hat, durchaus was dran ist)!

Jedenfalls wollten wir die ganze Causa nicht unkommentiert lassen und haben ein einfaches kleines Video dazu gemacht. Der Text stammt von Resi Stenz, ich habe Schnitt und Ton übernommen und Tuco hat das Lied, das unseren Bemühungen entsprungen ist … interpretiert.

[Paco]

Danke vielmals!

Der Dank, von dem hier die Rede ist, gebührt gleichermaßen dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, die sich – auf völlig verschiedene Art und Weise – gleichermaßen darum verdient gemacht haben, dass nun wohl (zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Zeilen sind die Koalitionsverhandlungen noch im Gange) erstmals Jünger eines schrägen Vereins in eine Landesregierung geholt werden, die vor einer Weile noch auf rosa Einhörnern in den Wahlkampf gezogen sind und – 230 Jahre nach dem Tod von Adam Smith – immer noch darauf vertrauen, dass ein wild wuchernder Kapitalismus die Glückseligkeit aller mit sich bringen wird.