Terror in Wien: Nehammers Hoppala oder „Es ist etwas schiefgegangen“.

Eine der Toten haben wir gekannt: Die nette Kellnerin, die sich im „Salzamt“ ihr Kunststudium verdient hat. Wenn der türkise Türsteher seinem Job gewachsen wäre, könnte sie und könnten die anderen drei Opfer noch leben.
Für diejenigen, die’s noch nicht irgendwo gelesen haben: Der Hinweis slowakischer Behörden, dass der einschlägig vorbestrafte Attentäter vom Montag (im Sommer schon!) Munition kaufen wollte, ist im Zuständigkeitsbereich Nehammers von irgendeinem Schreibtisch unbemerkt und direkt in die Ablage 17 runtergefallen.
Das Oberburscherl, das wir uns bei der letzten Nationalratswahl eingetreten haben, meint anmerken zu müssen, dass der Attentäter sein Vorhaben nicht durchführen hätte können, wäre er nicht vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen worden. Überleg einmal, Buberl, der wär‘ im Sommer sowieso und ganz regulär freigekommen! Der Zadic könnt ihr das nicht umhängen, dafür müsst IHR gradestehen (wenn auch an dem Argument, dass der blaue Mounty, den uns die Regierung Kurz I zugemutet hat, in seiner Amtszeit allerhand Schaden angerichtet hat, durchaus was dran ist)!

Jedenfalls wollten wir die ganze Causa nicht unkommentiert lassen und haben ein einfaches kleines Video dazu gemacht. Der Text stammt von Resi Stenz, ich habe Schnitt und Ton übernommen und Tuco hat das Lied, das unseren Bemühungen entsprungen ist … interpretiert.

[Paco]

Laandabär

Was den Franzosen ihr 14. Juli ist, stellt bei uns in Österreich der 26. Oktober dar, ein Datum, das wahlweise mit dem Abzug des letzten Besatzungssoldaten (der Alliierten) oder mit dem Inkrafttreten des Neutralitätsgesetzes in Verbindung gebracht werden kann, jedenfalls (und um Gottes Willen) nicht mit dem „Umsturz“ vom 12. Novembar 1918, als die Republik ausgerufen wurde, nachdem unser seliger Kaiser Karl (schon tags zuvor) den Regierungsgeschäften entsagt (aber – ganz, ganz wichtig – nicht „abgedankt“) hatte.
Deshalb haben die Franzosen die Marseillaise und wir nur die Bundeshymne.
Resi Stenz erinnerte sich der feinen “Moff“-Schundheftln, die in der Ära Schüssel die Abenteuer des „tlanen Woifi“ zum Inhalt hatten. In einem dieser Hefte beginnt ein Fußballer ein Lied zu singen („Laan-da Bär-“), das sich erst nach dem Umblättern („-ge-he“) als die Bundeshymne erweist. Hier schließt Resi mit einer eigenen Strophe an.

(Paco)

Laandabär

Laan-da Bär-ge-he, Laan-dam Strau-hau-me,
iim Konduuk-tschri-hitt wie im Trau-hau-me
iins türkii-se Zu-hu-kunf-tsreich.
Niich-tnua wie Geanot Blüü-me-hel Söhne,
Klaauu-di-ja auch – und daas ist das Schöne:
Diiee Oat Tööch-ta und Söhne, sog i eich,
üü-ba-dau-at’s geprüfte Österreich!

Hier die tlane Klaudia – dennoch eine der „großen Töchter“–, die der große, böse Vogel, den sich der tlane Woifi leider als Spielgefährten ausgesucht hat, schon noch kennenlernen wird!

Gernot Blümel dankt …

… für den überwältigenden Achtungserfolg, den ihm seine Wähler geschenkt haben.

Als Hintergrundmusik und als Vorgabe für den Rhythmus ihrer Verse hat Resi Stenz diesmal „Kein schöner Land“ gewählt, womit Tuco beim Singen ganz gut zurechtgekommen ist.

Der im Text enthaltene Ausdruck „Schnitzelg’sicht“ stellt ein Zitat aus dem Tweet eines namhaften Vertreters der Homosexuellen-Gemeinde dar, der – verärgert über das Ende des Life Balls – Gernot Blümel einen „Knackarsch“ bescheinigt, bei dem ihm dessen Eigner lieber sei als der Wiener Bürgermeister bei seinem „verschlagenen Schnitzelgesicht“.

[Paco]